BdS-Wintertagung: Ressourcen schonen und Insekten schützen
Heimische Insekten brauchen heimische Wildstauden mit ihren Blüten und Blättern zum Arterhalt. Das zeigte Friedhelm Strickler, Wildstauden Strickler an einprägsamen Beispielen bei der Wintertagung des Bundes deutscher Staudengärtner (BdS) im Zentralverband Gartenbau (ZVG) am 12. Februar 2026 in Grünberg auf. So ist der Frühlingsscheckenfalter beispielsweise sehr spezialisiert und fliegt nur auf Primula elatior. Der Siedlungsraum wird laut Strickler ein zunehmend bedeutender Ort für Insekten. Daher plädiert Strickler für einen Anteil von ca. 66 % Wildpflanzen in den Anlagen. Eine gesicherte Herkunft der Wildstauden ist auch im Interesse der Staudengärtner, zeigte die Diskussion. Ein entsprechendes Konzept soll vom BdS erarbeitet werden.
Der Klimawandel bewirkt die Gefahren von Wassermangel und zugleich Überflutungsschäden, erläuterte Markus Baumgärtner von der NRW-Landwirtschaftskammer. Ein mehrstufiges Bewässerungssystem in Gartenbaubetrieben könne beide Gefahren minimieren und Wasser sowie Dünger einsparen.
Bianca Theiner vom Baumschulberatungsring Weser Ems, stellte den Staudengärtnern den Quartier-Manager vor, ein kostengünstiges und pragmatisches Konzept zur Planung und Aufzeichnung von Pflanzenschutzmaßnahmen. Hiermit können auch Düngemaßnahmen mit aufgezeichnet und Spritzpläne erstellt werden.
Die Wintertagung des Bundes deutscher Staudengärtner findet 2027 vom 9.-11. Februar statt.